Kopf in Balance  – in der heutigen Zeit

Online-Feldenkrais-Workshop am Sonntag, 24. März von 11 bis 14 Uhr

In diesem Workshop berühren sich drei Themen, zeitlich weit entfernt und doch eng miteinander verbunden: 

  1. Digitale Medien und Smartphonenutzung: Sie verändern innerhalb einer Generation gravierend die Welt – und der Kopf weiß nicht mehr, wo der Horizont ist. Muskulatur und Faszien im Schulter-/Nackenbreich, die sich im Dauerstress befinden, sind schon Normalzustand. Was daraus entstehen kann: Spannungskopfschmerz, Migräne, eingeschränkter Bewegungsradius, Unsicherheit …
  2. Die funktional-anatomische evolutionsgeschichtliche Entwicklung: Vor erst 300 000 Jahren hat der Kopf zu einer neuen Position gefunden, balancierend auf der Wirbelsäule.
  3. Die neurologische Evolutionsgeschichte: Die Entwicklung des vorderen Astes des Nervus Vagus, der gemeinsam mit dem hinteren älteren Ast den 10. Hirnnerv (Nervus Vagus) bildet.

Was hat das alles miteinander zu tun?

Eine gute Funktion des vorderen Astes des Nervus Vagus ist entscheidend für unser Wohlergehen, die Selbstregulation und grundlegend für unsere Fähigkeit, soziale Bindungen einzugehen.

Der 10. Hirnnerv (Nervus Vagus) hat vom Stammhirn kommend seinen Austritt zwischen den beiden oberen Wirbeln der Halswirbelsäule (Atlas und Axis). Wie diese Wirbel ausgerichtet sind, wie frei, beweglich und zugleich stabil sie sind, ist lebenswichtig. 

Durch eine Fehlstellung dieser Wirbel wird die Funktion des 10. Hirnnerv eingeschränkt, was weitreichende Folgen hat.

Hier kommen die vergangenen 30 Jahre ins Spiel, die unser Leben radikal verändert haben:

Vermutlich hat nichts die Kopfposition so beeinflusst wie die Nutzung von Smartphones, Computern und Laptops! Außer vielleicht der Übergang von Jägern und Sammlern (also dem sehr wachsamen unterwegs sein mit schweifendem Blick zwischen Nah und Fern) zur Sesshaftigkeit vor ca. 12 000 Jahren (verbunden mit viel mehr Tätigkeiten im Nahbereich). Dieser Übergang verlief fließend über einige tausend Jahre. Der digitale Übergang findet in einer Generation statt. 

Auf einmal treten durch die an die Smartphone-Nutzung angepasste Körperhaltung Belastungen auf in der oberen Halswirbelsäule und dem ganzen Schultergürtel, Brustkorb. Selbst der Organbereich wird komprimiert bis ins Becken herunter.

Es entsteht – je nach Kopfposition – ein mechanischer Zug (und Komprimierung) auf das Skelett, die Muskulatur und die Gelenke von 5 bis 30 Kilogramm. Oft für Stunden!

Aus meiner Sicht eigentlich erstaunlich, dass wir irgendwie damit zurechtkommen. Doch ich glaube, wir alle ahnen, dass wir auch einen hohen Preis dafür bezahlen.

Was kann die Feldenkrais-Methode anbieten, um mit dieser Situation besser zurechtzukommen? 

Auch wenn sich die Feldenkrais-Methode vor der Smartphone-Zeit entwickelt hat, so war es für Dr. Moshe Feldenkrais aus seiner Erfahrung als Kampfsportler ganz klar, dass die Position vom Kopf (freie Beweglichkeit jederzeit in jede Richtung) und das Zusammenspiel mit den Augen überlebenswichtig sind.

Die Polyvagal-Theorie wurde erstmals 1995 von Dr. Steven Porges publiziert. Er hebt die Bedeutung des Nervus Vagus und seinen zwei Ästen für unser grundlegendes Wohlergehen und Menschsein hervor. Auch in seinen Publikationen weist er auf die Bedeutung der Kopfposition hin, den Austrittsbereich des Nervus Vagus aus dem Wirbelkanal zwischen den zwei oberen Halswirbeln.

Der kommende Workshop am Sonntag, 24. März widmet sich dem Thema der Position und Verbindung vom Kopf mit dem Körper. Neben dem Nervus Vagus gibt es weitere Nervenausgänge zwischen den oberen Halswirbeln und zusätzlich verlaufen die Arterien durch kleine Öffnungen in den Querfortsätzen von Atlas und Axis (den beiden obersten Wirbeln).

Wie kann ich also erhöhten Muskeltonus in diesem Bereich reduzieren? Und die dadurch entstandenen Verschiebungen wieder lösen? Mit dieser einfachen Fragestellung werden wir uns dem Thema Kopf in Balance annähern.

Die Erfahrungen von Feldenkrais und das achtsame Körperwissen verbinden wir mit den Erkenntnissen der Polyvagal-Theorie zur Funktion des Nervus Vagus.

Der Feldenkrais Online-Workshop „Kopf in Balance – in der heutigen Zeit“ findet am Sonntag, 24. März, von 11 bis 14 Uhr via Videoplattform Zoom statt.  

Du benötigst 2 – 3 qm Platz, eine Decke und einen Computer mit Internetverbindung. Ob du schon über Feldenkrais-Erfahrung verfügst, spielt keine Rolle. Die Aufzeichnung vom Workshop wird einen Monat verfügbar sein, falls du am Live-Termin nicht (komplett) dabei sein kannst, den Inhalt in deiner Zeit später noch einmal oder um bestimmte Sequenzen für dich zu wiederholen.

Workshop „Kopf in Balance  – in der heutigen Zeit“ im Überblick

Titel: Kopf in Balance – in der heutigen Zeit
Termin: Sonntag, 24. März 2024
Uhrzeit & Dauer: von 11 bis 14 Uhr (3 Stunden mit Pausen)
Kursgebühr: 40,00 – 50,00 Euro (nach eigenem Ermessen)  

Bonus: Die Workshop-Lektionen zeichne ich in meiner Bibliothek auf und du kannst sie nach dem Workshop noch vier Wochen lang aufrufen und wiederholen.

Anmeldung: Bitte einfach bis spätestens 24. März per E-Mail an kontakt@innere-bewegung.de mit dem Betreff „Balance“ anmelden.

Der Workshop findet live und online über Zoom statt. Es gibt Zeit für Fragen, Rückmeldungen und das Teilen von Beobachtungen.

Mit der Teilnahme erklärst du dich damit einverstanden, dass der Workshop aufgezeichnet wird und für andere Menschen verfügbar sein wird.

NUR AUFZEICHNUNG:

Du hast am 24. März keine Zeit und möchtest trotzdem deinem Kopf und dir wohlige Balance gönnen? Dann kannst du die Aufzeichnung erwerben (40-50 Euro) und erhältst ein Jahr Zugang zu dem Workshop in der Mediathek.

Die Kurse finden im Rahmen des Vereins Akademie Gesundheit und Verbindung statt:
Nach deiner Anmeldung per Mail an kontakt@innere-bewegung.de überweise bitte den jeweiligen Förderbeitrag auf das Konto des Vereins.
Die Bankverbindung und der Zoom-Link werden dir nach der Anmeldung zugesendet.